Ulrich „die Blutgrätsche“ Harde:
Er grätschte sich hoch bis in die Regionalliga bei Alemannia Aachen. Der dort von Nordwest her wehende Wind unterstützte seine britische Spielweise. Seine aktive Karriere beendete er beim Übergang ans OWG nach 30 Jahren im Dienste des runden Leders. Heute hilft er noch gelegentlich in der 1. Mannschaft oder AH seines Heimatortes TV Hauenstein aus.
Seine Spielweise wird gekennzeichnet von ständigen Zweikämpfen und Kopfbällen bis die Stirn kracht, alles gewürzt mit blutdurchtränkten Stutzen (vom vielen Grätschen). Unter der Anweisung „Pressing“ versteht er, mit dem Kopf in die Pressschläge zu gehen („da wo’s wirklich weh tut, Volker!“). Er spielt am liebsten bei Wind, Starkregen und Temperaturen zwischen 2°und 5° C („Hausmeister, schalt die Heizung ab!“). Das ist zugleich seine Schwäche, denn bei Temperaturen über 10° C und Sonnenschein schaffen es nur vier kräftige Masseure, ihn auf das Spielfeld zu zerren. Seine mangelnde Filigranität bei der Ballbehandlung ist den diversen Trainerstäben der Regionalliga zum Glück entgangen.

